Unter Tage

Nach erfolgloser Baulandsuche war der Ausbau der Schule für Gestaltung an der Schänzlihalde eine Antwort auf den wachsenden Raumbedarf. Zwischen 1988 und 1991 wurde die Schule bei laufendem Betrieb umgebaut und erweitert. Das Projekt umfasste neue Unterrichtsräume, Ateliers und zentrale Einrichtungen. Eine besondere Lösung fand sich für Fotografie, Film und Video: Weil ihre Labors kein Tageslicht benötigten, konnten ihre Räume unterirdisch angelegt werden. So entstand ein Trakt, der auf die Anforderungen der damaligen Foto- und Filmtechnik zugeschnitten war.
Lichtsatzanlage

Mit der Inbetriebnahme einer Linotype
System3 reagierte die Kunstgewerbeschule der Stadt Bern 1982 auf den technologischen Wandel im Berufsfeld der Schriftsetzer. Die über 300’000 Franken teure Anlage wurde durch öffentliche Subventionen sowie Beiträge von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden und der Lieferfirma Morgenthaler Linotype GmbH ermöglicht. Für die Schule bedeutete die Anschaffung einen wichtigen Schritt vom traditionellen Satz hin zu elektronischen Produktionsverfahren. Die FachlehrerWalterBonaniundErnstWegmüllerbereiteten sich intensiv auf den Unterricht mit der neuen Technologie vor. Die Berner Zeitung berichtete am 23. November 1982 über die Einweihung und bezeichnete die KGSB als eine der bestausgerüsteten Ausbildungsstätten für Schriftsetzer in der Schweiz.Scanner

«Die Kunstgewerbeschule Bern ist jetzt in der Lage bei der Ausbildung künftiger Fachleute die modernste Technik miteinzubeziehen», so beschreibt Der Bund im November 1979 die (nicht so)
aussergewöhnlicheSchenkung eines Scanners.Anlässlichder Eröffnung eines Ausbildungs- und Informationszentrums für die grafische Industrie bei Siemens-Albis in Zürich erhält die Kunstgewerbeschule im Juni 1979 von den Firmen Siemens-Hell (Kiel) und Siemens-Albis(Zürich)den Farbscanner Chromagraph 299 mit Laserlichtquelle im Wert von über 200'000 CHF geschenkt. Der Scanner soll dazu beitragen, «den Ruf der Schweizer als hervorragende Repro-Spezialisten auch für die kommende Generation, die mit gänzlich neuen Hilfsmitteln arbeiten wird, zu erhalten». Ein entsprechendes Ausbildungsangebot wird entwickelt und ab 1981 starten gleich zwei Kurse – für gelernte Berufsleute sowie für «Lehrlinge und Lehrtöchter».Rotationsmaschine

1928 reist eine Delegation der kunstgewerblichen Abteilung zur internationalen Presseausstellung «Pressa» nach Köln. In riesigen Hallen stehen Druck- und Setzmaschinen neuester Konstruktion. Besonders beeindruckend wirkt eine monumentale Rotationsdruckmaschine im amerikanischen Sektor des «Staatenhauses». Über ihr weht das Sternenbanner. Im Bericht des Schuljahres 1928/29 wird die Maschine folgerichtig als amerikanisches Produkt beschrieben. Kurz darauf meldet sich jedoch die Maschinenfabrik Winkler, Fallert & Co. (Wifag) in Bern zu Wort: Die einzige Rotationsdruckmaschine im Sektor Amerika, schreibt das Unternehmen 1929, sei in Wirklichkeit ein Erzeugnis ihrer eigenen Fabrik gewesen. Sie drucke gleichzeitig 96 Seiten und sei die grösste Maschine der gesamten Ausstellung.
Distance Learning
Freitag, 13. März 2020: Die Lage spitzt sich stündlich zu. Im Tessin sind die Schulen bereits geschlossen, in Bern
kursierenerste vertrauliche Hinweise darauf, dass der Bundesrat noch am selben Tag weitreichende Massnahmen bekannt geben wird. Hinter den Kulissen beginnen die Vorbereitungen.
Technik