Quotidien
Le service d’entretien éteint l’alarme. Le local des fours de la classe de design céramique a conservé la chaleur de la veille. Les glaçures refroidissent lentement. Un léger crépitement se fait entendre : de délicates fissures apparaissent sur les pièces fraîchement cuites. Tout alentour, le calme règne.
Standort Bern
Der Standort Bern vereint die ganze Bildungspalette der Schule für Gestaltung Bern und Biel – vom K’Werk BE für Kinder und Jugendliche über vorbereitende Angebote für Berufslehre oder Hochschule bis zur Berufsfachschule, den Fachklassen, der Höheren Fachschule und der berufsbegleitenden Weiterbildung. Hier treffen gestalterische Grundbildung, Spezialisierung und lebenslanges Lernen an einem Ort zusammen.
Site de Bienne
Le site de Bienne se distingue par son bilinguisme. On y trouve la classe spécialisée bilingue en graphisme, le cours propédeutique en art et design, ainsi que la Classe professionnelle médias et design francophone (CPMD) et la maturité spécialisée. Cette offre est complétée par le K’Werk BE, un centre bilingue destiné aux enfants et aux adolescent·e·s, ainsi que par des cours ouverts au public.
Mit dem Codewort «Kristall» bezeichnete der damals erst 28-jährige Architekt Hans Brechbühler 1935 selbstbewusst seine siegreiche Eingabe für den Wettbewerb der Gewerbeschule. Kristall steht für klar und transparent und für die architektonisch grosse Bedeutung, die das Glas bei Brechbühlers Entwurf hat. Schliesslich schreibt sich der Kristall ein in eine Strömung der Moderne, die als Glas-Stahlkonstruktion bis zu Joseph Paxtons Crystal Palace in London (1851) zurückgeht und auf Architekten wie Bruno Taut,
LudwigMies van der Rohe oder LeCorbusierverweist.Unter Tage

Nach erfolgloser Baulandsuche war der Ausbau der Schule für Gestaltung an der Schänzlihalde eine Antwort auf den wachsenden Raumbedarf. Zwischen 1988 und 1991 wurde die Schule bei laufendem Betrieb umgebaut und erweitert. Das Projekt umfasste neue Unterrichtsräume, Ateliers und zentrale Einrichtungen. Eine besondere Lösung fand sich für Fotografie, Film und Video: Weil ihre Labors kein Tageslicht benötigten, konnten ihre Räume unterirdisch angelegt werden. So entstand ein Trakt, der auf die Anforderungen der damaligen Foto- und Filmtechnik zugeschnitten war.
Schänzlihalde

Es gibt Adressen, die zu einem Eigennamen werden. Für Generationen von Lernenden, Lehrpersonen und
Mitarbeitendenwar die Schänzlihalde nicht einfach eine Strasse, sondern die Schule selbst.Gesamtsanierung

Wie lässt sich ein Gebäude erneuern und zugleich sein Charakter bewahren? Genau diese Frage steht im Zentrum der Gesamtsanierung der Schänzlihalde 31.
Als die SfG BB im Sommer 2024 in den Campus Bernapark umzog, begann die umfassendste Erneuerung des Gebäudes seit jener Umbau- und Erweiterungsphase, in der der Architekt Willy Pfister sein 1971 eröffnetes Schulhaus zwischen 1988 und 1991 an neue Anforderungen anpasste.Doppelkelch

1972 wird die von der Stadt Bern erworbene Eisenplastik Doppelkelch von Jimmy Schneider bei der Kunstgewerbeschule Bern aufgestellt. Schneider absolvierte hier nach seiner Schlosserlehre von 1950 bis 1952 seine Ausbildung bei Gottfried Keller (Plastik) und Eugen Jordi (Entwerfen). Seit seiner Jugend mit Bernhard Luginbühl befreundet, war er zunächst als Maler tätig und schuf ab 1960
Eisenplastiken.gibb Berufsfachschule
Die gibb Berufsfachschule Bern ist die Nachfolgerin der ehemaligen Gewerbeschule, zu der bis zum Umzug der Kunstgewerbeschule an die Schänzlihalde im Jahr 1971 auch die kunstgewerblichen und grafischen Abteilungen gehörten. Mit der Gründung der eigenständigen Kunstgewerbeschule trennten sich die Wege der beiden Institutionen.
Kartonfabrik Deisswil

Über 130 Jahre lang war die Kartonfabrik Deisswil einer der wichtigsten Arbeitgeber im Worblental. Gegründet wurde sie 1876 auf dem Gelände einer ehemaligen Färberei und Halbleinen-Walke. Dank innovativer Produktionstechniken und dem weichen Wasser der Worble entwickelte sich die Fabrik rasch zu einem bedeutenden Hersteller von Karton und belieferte Kundschaft in der ganzen Schweiz. Mit ihrem Wachstum prägte die Fabrik nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern auch die Entwicklung der umliegenden Gemeinden. Die Zahl der Beschäftigten stieg von rund 70 Personen im Jahr 1915 auf über 600 in den 1960er-Jahren. Für die Arbeiterschaft entstanden Wohnungen, Siedlungen und öffentliche Infrastrukturen. Das 1918 errichtete, 260 Meter lange Fabrikgebäude wurde zum Wahrzeichen des Standorts und zeugt bis heute von der industriellen Bedeutung des Unternehmens. Die Kartonproduktion war eng mit der Worble verbunden. Für die Herstellung wurden grosse Mengen Wasser benötigt, was über Jahrzehnte auch die Landschaft und den Wasserhaushalt der Umgebung beeinflusste. Die Fabrik bestimmte damit nicht nur das Leben vieler Menschen, sondern prägte das Worblental in wirtschaftlicher, sozialer und räumlicher Hinsicht.
Inauguration
En 1887, l’École de dessin artistique et industriel ouvre ses portes à Bienne. Ses initiateurs ne sont pas des artistes, mais des représentants de l’industrie horlogère. Graveurs, guillocheurs et fabricants de montres réclament la création d’une école de dessin auprès de la ville afin de doter la conception des montres d’une formation professionnelle plus poussée. Dans leur requête, ils déclarent que la décoration exerce une « influence considérable sur la vente d’une montre », raison pour laquelle elle mérite un encouragement ciblé.
General Motors

Le site qui voit aujourd’hui la création d’identités visuelles, de médias numériques et de concepts de communication hébergeait jadis des chaînes de montage automobile. En 2009, le département de design de l’École d’Arts Visuels Berne et Bienne a pris ses quartiers dans l’ancienne usine d’assemblage General Motors dans la Salzhausstrasse. Entre 1936 et 1975, on y assemblait des véhicules des marques Buick, Chevrolet, Opel et Vauxhall. Le hall d’usine raconte ainsi un chapitre clé de l’histoire industrielle biennoise.
SfG BB Expanded

Mit dem Umzug in den Campus Bernapark entwickelte die SfG BB das Ausstellungsformat SfG BB Expanded. Seither werden im Kornhausforum Bern jährlich die Abschlussarbeiten der Fachklassen sowie die Diplomprojekte der Höheren Fachschule präsentiert. Mit dem Kornhaus als Ausstellungsort knüpft die Schule an einen Ort an, der eng mit ihrer Geschichte verbunden ist. Gleichzeitig stärkt SfG BB Expanded die Präsenz der Schule im Zentrum Berns und macht die Vielfalt ihrer Ausbildung einem breiten Publikum zugänglich.
Restaurant
![Am Tresen der Kantine der Gewerbeschule
an der Lorrainestrasse 1, 1942. Foto: Eugen Thierstein. Burgerbibliothek Bern [N Eugen Thierstein 321/50].](https://sfgbb.b-cdn.net/3196/2560x0_n_eugen_thierstein_321_50.jpg)
Mit dem Bezug des
NeubausanderSchänzlihalde 1971 übernahm die Kunstgewerbeschule ein Konzept der benachbarten Gewerbeschule: den Erfrischungsraum. Betrieben von einem Pächterehepaar, bot er Lernenden und Lehrpersonen Getränke, einfache Mahlzeiten und einen Ort für Begegnungen. Der Jahresbericht 1972/73 verabschiedet Hans und Anna Arn-Gimmi, die den entsprechenden Betrieb der Gewerbeschule bereits seit 1958 geführt und mit dem Umzug auch jenen der Kunstgewerbeschule übernommen hatten. Die Schule dankte ihnen ausdrücklich für die «gute Führung desErfrischungsraumes».Lehrhalle

Mit dem Bau der Lehrhalle an der Lorrainestrasse 3, direkt am Aarehang, entstehen Anfang der 1930er-Jahre neue, speziell für den Unterricht eingerichtete Räume. Lehrlinge aus den Bauberufen wirken am Bau selbst mit und führen einen Teil der Arbeiten aus. Zeichnungssäle, Werkstätten und Übungsflächen sind funktional angeordnet, grosse Fenster bringen Licht bis in die Tiefe der Räume. Der Bau ist schlicht und durchdacht. Alles ist auf das Arbeiten und Lernen ausgerichtet.
Kunst im öffentlichen Raum

Bern ist auch ein Freilichtmuseum der Schule für Gestaltung. Zahlreiche Skulpturen, Brunnen, Wandbilder und keramische Arbeiten im öffentlichen Raum stammen von Künstler:innen, die an der Kunstgewerbeschule ausgebildet wurden oder später an ihr unterrichteten. Vom Bahnhofplatz bis zum Zytglogge, von Innenhöfen bis zu Verwaltungsgebäuden begegnet man ihren Arbeiten oft, ohne ihre Verbindung zur Schule zu kennen. Die folgenden Beispiele zeigen exemplarisch, wie sich diese Geschichte bis heute im Stadtraum eingeschrieben hat.
Kornhaus
![Kornhaus mit Gewerbemuseum Bern und Stadttheater, Ansichtskarte, um 1905. Foto: Burgerbibliothek Bern [Sammlung Hans-Ulrich Suter 1394].](https://sfgbb.b-cdn.net/3016/2560x0_sammlung_suter_1394.jpg)
Kaum ein Gebäude ist mit der Geschichte der SfG BB so eng verbunden wie das Berner Kornhaus. Der zwischen 1711 und 1718 errichtete Kornspeicher diente ursprünglich der Lagerung von Getreide und Wein. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt das Gebäude eine völlig neue Bestimmung: Nach einem umfassenden Umbau wurde das Kornhaus ab 1896 zum Sitz des Kantonalen Gewerbemuseums, das aus der bereits 1869 im Kornhaus eingerichteten Muster- und Modellsammlung hervorgegangen war. Hinzu kamen eine Fachbibliothek sowie Ausstellungs- und Unterrichtsräume. Das Kornhaus wurde damit zu einem Zentrum der bernischen Gewerbe- und Gestaltungskultur.
Gewerbemuseum

Als 1890 aus der Muster- und Modellsammlung das Kantonale Gewerbemuseum Bern entsteht, erhält der Kanton eine Institution, die weit mehr sein will als ein Museum. Sammlungen, Bibliothek, Ausstellungen und Bildungsangebote sollen Gewerbe, Industrie und Gestaltung fördern und den Austausch zwischen Ausbildung und Praxis stärken. Zwischen 1890 und 1920 erlebt das Gewerbemuseum eine Blütezeit. Studien- und Anschaffungsreisen führen nach Paris und in andere europäische Zentren. Jugendstil und Arts and Crafts-Bewegung hinterlassen ebenso Spuren wie zahlreiche Ankäufe, insbesondere im Bereich der Keramik. Die Bibliothek wird mit jener der Handwerkerschule vereinigt und durch eine innovative «Mappenzirkulation» ergänzt: Aktuelle Fachzeitschriften zu Architektur, Kunstgewerbe sowie technischen und industriellen Themen zirkulieren im ganzen Kanton.
Campus Bernapark

Als die SfG BB ihr Gebäude an der
Schänzlihaldeverlassen muss, hält sich die Begeisterung für einen Umzug nach Deisswil zunächst in Grenzen. Zu stark ist die Bindung an den Standort in der Lorraine, zu unbekannt das ehemalige Fabrikareal im Worblental. «Ich glaube, es braucht schon sehr gute Argumente, um einen Standort wie die Berner Lorraine zu verlassen», sagt Direktor Roger Spindler rückblickend.
«Es braucht sehr gute Argumente und auch den nötigen Druck. Ich glaube, wir hatten beides.»SpaceX

Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering. Spacex sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird aus dem Stand zum wertvollsten Börsenneuling der Geschichte. Doch Analysten warnen vor grossen Kursschwankungen – und die Chancen auf eine Zuteilung sind gering.
Seftigenstrasse 14

1930 sind die Raumverhältnisse der Gewerbeschule knapp, die Klassen auf zehn verschiedene Schulhäuser verteilt. Auf Veranlassung der städtischen Schuldirektion wird im Frühjahr das Haus an der Seftigenstrasse 14 gemietet, das früher der grafischen Anstalt Hubacher AG gehörte und später in den Besitz des
VereinsSchweizerischerLithographiebesitzer überging. Der Bericht des Schuljahres 1929/30 vermerkt: «Da dieses Haus ursprünglich als graphische Anstalt gebaut worden ist, so entspricht seine räumliche Einteilung unseren Bedürfnissen vorzüglich.» Ziel der Schulleitung ist es, alle «graphischen Berufsarten» in diesem Gebäude zu vereinigen. «Die einzelnen Sparten greifen sinngemäss ineinander über, und die Arbeitsvorgänge und ihr Zusammenhang entsprechen demjenigen der Praxis.»Vermächtnis
Ein Haus mit knarrenden Böden, ein verwunschener Garten, Stimmen, die durch hohe Räume tragen. Im Schwob-Haus im Berner Länggass-Quartier arbeiten Künstler:innen in verschiedenen Ateliers.
Sprachwechsel
«Meinsch öppis anders?» oder «Peux-tu le redire en français ?» An der Schule für Gestaltung Bern und Biel wechseln immer wieder einzelne Wörter die
Sprache, manchmal auch ganze Sätze. In Biel passiert das dauernd: Deutsch und Französisch funktionieren nebeneinander,miteinander und mitunter auchdurcheinander. «Bilingue immersiv» wird in diesem Kontext häufig verwendet, um die integrierte Zweisprachigkeit kurz zufassen.Spitalackerstrasse 63

Die Keramische Fachschule ist zunächst in der Felsenburg untergebracht. Die Klassen sind klein, doch die Ausbildung benötigt mehr Platz für Werkstätten, Öfen, Maschinen und Material. 1942 zieht die Schule in grössere Räumlichkeiten an der Spitalackerstrasse 63.
Schnätzi
Umgangssprachlicher Ausdruck für die 1884 gegründete Schnitzlerschule Brienz, die ihre Wurzeln jedoch bis mindestens 1816 zurückführen kann. Schon früh bildete der Brienzer Drechslermeister Christian Fischer hier dank der hohen Nachfrage von Touristen an mit Schnitzereien verzierten Gebrauchsgegenständen Leute aus der Region in diesem Kunsthandwerk aus. An der Schnätzi wirkte auch der aus Deutschland stammende Bildhauer Ferdinand Huttenlocher, der 1900 Lehrer für «Zeichnen und Entwerfen, Modellieren und Praktikum» der kunstgewerblichen Klasse der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bern wurde und so auch die angehenden Keramiker:innen
unterrichtete. Die Verbindung der beiden Schulen wird bis heute durch gemeinsame Gestaltungsprojekte gepflegt.Schaufensterdekorationskurs

1931 wird mit dem Bezug der neuen Lehrhalle eine Rochade möglich: Die Malerklassen, die bisher im Dachstock des Kornhauses untergebracht waren, ziehen in den Neubau. Der Schaufensterdekorationskurs übernimmt den frisch renovierten Dachstock. Im Bericht des Schuljahres 1931/32 lässt sich nachlesen: «Wir stellten 5 Kojen auf für den Schaufensterdekorationskurs; überwölbte Nischen, die bis anhin den Malern für ihre Übungen dienten, können wir nun ebenfalls für die Schaufensterdekorationskurse verwenden.»
Lorrainestrasse 1
![Gewerbeschule an der Lorrainestrasse 1, Ansichtskarte, 1939. Foto: Burgerbibliothek Bern [Sammlung Hans-Ulrich Suter 1287].](https://sfgbb.b-cdn.net/1795/2560x0_sammlung_suter_1287.jpg)
1939 bezieht die Gewerbeschule ihren Neubau an der Lorrainestrasse. Hans Brechbühlers Entwurf zählt zu den wichtigsten Beispielen des Neuen Bauens in Bern. Helle Korridore, grosse Fensterflächen und klare Linien verleihen dem Schulhaus bis heute eine bemerkenswerte Zeitlosigkeit.
Lehrbetriebe
«Bis jetzt war der Lehrmeister für die praktische Ausbildung allein verantwortlich und die Berufsschule für den berufskundlichen und allgemeinbildenden Unterricht.» Mit diesen Worten beschreibt der Bericht des Schuljahres 1963/64 die damalige Ordnung der Berufsbildung. Im Mai 1964 wurde das revidierte Bundesgesetz über die Berufsbildung angenommen. Neu wirkten drei Partner zusammen: der Lehrbetrieb, die Berufsschule und die Branchen- und Berufsverbände mit den von ihnen organisierten überbetrieblichen Kursen. Sie mussten sich für das gute Gelingen eines Lehrverhältnisses verständigen. Der Lehrbetrieb blieb dabei der zentrale Ort der praktischen Ausbildung.
Fresken

Mit dem 1939 fertiggestellten
Gewerbeschulbaudes ArchitektenHansBrechbühler, der ihn «Kristall» nannte, erhielt auch die Kunst einen festen Platz im Haus. Im Bericht des Schuljahres 1941/42 heisst es: «In den Treppenhäusern haben Frau Marguerite Frey-Surbek und HerrAlbertNeuenschwanderihre Entwürfe, die seinerzeit in einem Wettbewerb in den ersten Rang gestellt worden waren, als Freskobilder ausgeführt.»Felsenburg

Hinter der Felsenburg, so berichtet der Historiker Hugo Haas 1945 in der Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde, liege «eine kleine Welt für sich». In dem engen Hof werde gearbeitet «wie im Mittelalter unter freiem Himmel».
Brienzer Zimmer

«Brienzer Schnitzlerschule. Täfelung samt Decke im Kommissionszimmer Nr. VII im Hoch-Parterre. Das Ornamentale nach Entwürfen des Direktors Kienholz und Lehrer Huggler.» So steht es im Prachtband Das neue schweizerische Bundeshaus in Bern, der 1902 zur «Vollendung und Einweihung» des Parlamentsgebäudes erschien. Das «Brienzer Zimmer» ist Teil der ehrgeizigen Gesamtausstattung, die der Architekt Hans Wilhelm Auer bis ins Detail plante und bei der er Materialien, Künstler und Handwerker aus allen Landesteilen berücksichtigte. Wände und Decke sind mit Holzreliefs der Schnitzlerschule von Brienz verziert, deren Kunstfertigkeit seit Anfang des 19. Jahrhunderts weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Ganz im Sinne des architektonischen Historismus von Auer: Der erwähnte Direktor Hans Kielholz hatte in Florenz die Holzkunst der Renaissance studiert und als «zeitgemässe» Formensprache in den Unterricht der Schnätzi eingeführt.
Bibliothek für Gestaltung
Ein Bibliotheksumzug ist eine komplexe Angelegenheit. Natürlich lassen sich Bücher in Kisten packen und von A nach B bringen. Schwieriger wird es, wenn gleichzeitig rund hundert Laufmeter Bücher vom Freihandbereich ins Magazin verschoben werden müssen. Das Berechnen, Aussortieren, Umsignieren und die korrekte Abbildung der neuen Ordnung im Online-Katalog ist aufwändig. Erst wenn jedes Buch am neuen Ort wieder gefunden werden kann, ist der Umzug
wirklichabgeschlossen.Aula

In Ateliers wird entworfen, in Werkstätten gebaut, in Klassenzimmern gelernt. In der Aula kommt die Schule zusammen: zum Zuhören, Diskutieren, Feiern. Mit dem Neubau an der Schänzlihalde erhielt die Kunstgewerbeschule 1971 erstmals eine eigene Aula. Der Architekt setzte sie als eigenständigen Baukörper in die Anlage. Ihr keilförmiger Dachaufbau hebt sich deutlich vom übrigen Gebäude ab und macht die Funktion des Raums nach aussen sichtbar. Die Aula ist direkt mit dem Foyer
verbundenund bildete das räumliche Zentrum des Hauses. Auch mit dem Umzug in den Campus Bernapark bleibt der Bedarf nach einem gemeinsamen Ort bestehen. Hier bietet ein grosszügiger Saal mit modernster technischer Ausstattung Raum für Präsentationen, Austausch, Feiern und Tagungen.Aquarium
![Gewerbeschule Bern, 1949. Foto: Walter Neeser, Burgerbibliothek Bern [N Walter Neeser 536 (36A)].](https://sfgbb.b-cdn.net/975/2560x0_n_walter_neeser_536_36a_cropped-nw.jpg)
Während Jahren umgangssprachlicher Ausdruck für den leicht und transparent wirkenden, langgestreckten Bau von Hans Brechbühler an der Lorrainestrasse 1.
Aktsaal
![Aktzeichnen in der Gewerbeschule, 1942.
Foto: Eugen Thierstein, Burgerbibliothek Bern
[N Eugen Thierstein 321/102].](https://sfgbb.b-cdn.net/955/2560x0_n_eugen_thierstein_321_102_k.jpg)
Der Aktsaal der SfG BB befindet sich als markanter fünfeckiger Dachaufbau auf dem Brechbühlerbau an der Lorrainestrasse 1 und ist besonders gut bei der Ein- und Ausfahrt in den Bahnhof Bern sichtbar. Trotz seiner Lage im Gebäude der heutigen gibb Berufsfachschule Bern gehört der Raum bis heute zur Schule für Gestaltung. Die gibb bezeichnet ihn auf ihrem Instagram-Kanal gerne als «Hidden Gem».
Orte